Politischer Aschermittwoch der FW Bayern in Plattling
Bayern
braucht nach den Worten von FW-Landesvorsitzendem Hubert
Aiwanger dringend neue Perspektiven. Aufgrund einer Vielzahl
von politischen Fehlentscheidungen der alleinregierenden
CSU ist Bayern in vielen Bereichen zum Sanierungsfall geworden:
Baustelle
Bildungspolitik, völlige Planlosigkeit der
CSU:
- Das überhastet eingeführte G8 ist bis heute
nicht flott. Gezielte Stoffkürzung ist nötig.
- Der Lehrermangel geht mittlerweile in die Tausende, unsere
Kinder leiden trotz Schülerrückgang unter überfüllten
Klassen. Wir brauchen eine Aufwertung des Lehrerberufes
und Klassenstärken bis maximal 25 Kinder.
- Kein Konzept für die Hauptschule. Unsere Hauptschulen
sterben. Deshalb: Absenkung der Mindestschülerzahl
pro Klasse auf zehn. Ganztagsschulen sind bei Bedarf schnell
einzuführen.
- Büchergeld abschaffen, nicht nur aussetzen!
- Studiengebühren weg!
Der
ländliche Raum wird von der CSU nur als Stimmvieh missbraucht,
ansonsten von der "Metropol- und Clusterpolitik"
ausgehungert und abgehängt. Infrastrukturerhalt und
-ausbau auch auf dem Land ist dringend nötig:
- Breitbandanschlüsse
- (Staats-)Straßenunterhalt
- direkter Bahnanschluss Ostbayerns an den Flughafen
- Erhalt der Schulstandorte, Krankenhäuser, Hausarztversorgung.
Schluss
mit dem Hirngespinnst Transrapid, der größten
Dummheit seit dem Turmbau zu Babel, der das Ziel
hatte, zu imponieren. Folge war, dass Gott dem Größenwahn
der Erbauer nicht mehr länger zusehen wollte und ihre
Macht beendete, indem er "ihre Sprache verwirrte und
sie über die ganze Erde verstreute", wie im alten
Testament zu lesen ist.
Das
positive Berufsbild öffentlicher Dienst ist kaputtgemacht
worden. Arbeitszeitverlängerung und Lohnkürzungen
als gebrochene Wahlversprechen. Lösungsansatz: Bürokratieabbau
statt Arbeitszeitverlängerung.
Der
angeblich ausgeglichene Haushalt in Bayern beruht
auf politischen Taschenspielertricks:
- Schulden
werden an die Kommunen weitergereicht, versprochene Zuschüsse
nicht ausbezahlt
- Substanzverlust durch Investitionsstopp (kaputte Straßen,
Schulgebäude usw., keine Rückstellungen für
Beamtenpensionen in den Haushalt eingestellt, Leben auf
Kosten der Substanz durch massiven Verkauf von Staatsbesitz).
Kriminalität
wird von der CSU als Wahlkampfmunition missbraucht, siehe
umstrittenes Plakat in München, auf dem das Bild der
U-Bahn-Schläger untertitelt ist mit dem Slogan: damit
sie nicht der nächste sind... Hier müsste ergänzt
werden: ...nicht mehr CSU wählen! Wer regiert denn
seit Jahrzehnten mit absoluter Mehrheit? Wer hat die Polizeipräsenz
abgebaut? Wer ist dafür verantwortlich, dass Täter
wegen Personalmangel nicht rechtzeitig vor Gericht kommen
und offensichtlich erst nach 38 Straftaten ernst genommen
werden? Wer ist für die Defizite in der Jugendarbeit
verantwortlich? Wer wehrt sich gegen den Ausbau der Ganztagsschulen
mit intensiverer Betreuung, trotz anderslautender Lippenbekenntnisse?
Die
Freien Wähler müssen in Zukunft noch mehr als
bisher ihre solide Politik mit gesundem Menschenverstand
einbringen. Die Sonne der Freien Wähler muss
die politische Eiszeit in Bayern beenden. Der Ausbau der
kommunalen Mandate und der Einzug in den Landtag ist das
Ziel für 2008! Die Freien Wähler sind der Schlüssel
zur Zukunft in Bayern!
Professor
Michael Piazolo, stellvertretende Landesvorsitzender der
Freien Wähler Bayern, nahm mit seinem Märchen
"Bayern vor der Wahl" die bayerische Landespolitik
satirisch aufs Korn. Die Moral von seiner Geschichte: "Diesmal
die Freien, nicht die Parteien!"