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Haushaltsrede
der FWG-Fraktion 2008
(Es gilt das gesprochene Wort)
Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin,
liebe Kolleginnen und Kollegen,
verehrte Mitarbeiter der Verwaltung,
meine sehr geehrten Damen und Herren,
ich möchte einmal die hypothetische Überlegung anstellen,
was wäre wenn der Stadtrat bzw. der Hauptverwaltungsausschuss
den Haushaltsplan für 2008 gar nicht vorberaten hätte,
sonder Ihn gleich verabschieden würde ??
Ich behaupte, insbesondere
im Verwaltungshaushalt würde er zu 99% in den Ausgaben
so aussehen wie er jetzt vorliegt. So ziemlich alles, was
für das Jahr 2008 eingestellt ist, wurde ja nicht von
der Verwaltung oder dem Stadtrat in den letzten paar Wochen
neu erdacht, sondern ist das Ergebnis von Überlegungen
und Entscheidungen vergangener Jahre, sowie von Sachzwängen
innerhalb der Kommune!
Einen gravierenden
Vorteil haben Haushaltsberatungen zweifellos. Wir müssen
uns mit Abläufen der Verwaltung, der Abarbeitung früher
getroffener Entscheidungen, sowie deren Auswirkungen intensiv
befassen. Jedes Stadtratsmitglied hat weiterhin die Möglichkeit,
auf für ihn wichtige Themen hinzuweisen.
Allerdings besteht auch die Gefahr und das besonders in Wahlkampfzeiten,
größzügige Versprechungen zu machen, die dann
nicht einzulösen sind.
Liebe
Kolleginnen und Kollegen,
der Haushaltsplan soll aber auch die Begrenztheit der Mittel
vor Augen führen und die dauernde Leistungsfähigkeit
der Stadt sicherstellen.
Unser Kämmerer Herr Wittenzellner Klaus hat uns die aktuelle
finanzielle Situation der Stadt und der Stadtwerke ausführlich
erläutert.
Ich möchte Ihm im Namen meiner Fraktion die Anerkennung
und den Respekt für die Vorbereitung und die sachkompetente
Arbeit aussprechen und herzlich danken.
Deshalb möchte
ich meine Ausführungen auf ein paar wichtige Themen beschränken:
a) Finanzsituation
Das Thema Haushaltskonsolidierung wird und muss uns auch in
den nächsten Jahren begleiten, ich habe das die letzten
Jahre immer wieder gesagt um endlich wieder einen Spielraum
für Wünsche und positive Signale für eine zukunftsorientierte
Stadtentwicklung zu erhalten.
Wir werden am 31.12.2008 28Mio 771 Tsd.Euro Schulden inklusive
Stadtwerke haben. Wir alle wissen, was noch für Investitionen
in den Bereichen Kanal, Wasser, Schulen, Parkdeck, Bäder
zu erledigen sind in den nächsten Jahren.
Hoffentlich hält die gute Konjunktur an und wir können
uns über höhere Gewerbesteuereinnahmen und Einkommensteuerbeteiligungen
freuen. Bei der Einkommensteuer konnten wir den höchsten
Wert seit Einführung des Euro mit 3Mio354tsd.Euro registrieren.
Die Solidarumlage
wird in Zukunft der Staat übernehmen und ebenfalls unseren
Haushalt entlasten.
Ein positives Zeichen
hat auch der Landkreis gesetzt indem er 2008 die Kreisumlage
um 1%Punkt absenkt und für das Drumherum den gleichen
Betrag als Zuschuss gibt wie der Bezirk und zwar 12000 Euro.
Anmerken möchte
ich das wir aber trotz der Senkung der Kreisumlage einen höheren
Betrag bezahlen werden als 2007 und zwar 3Mio 729 Tsd. Euro,
das sind 643000 Euro mehr.
Bei der Schlüsselzuweisung werden wir ebenfalls um 493816
Euro weniger bekommen. Dieses Zahlenspiel kennen Sie alle.
Höhere Einnahmen bedeuten weniger Schlüsselzuweisung.
Ich glaube, dass
wir gemeinsam Lösungen suchen müssen,um die gewaltigen
Pflichtaufgaben schultern zu können!!
Beim beauftragten
Organisationsgutachten erhofft sich die FWG mittelfristig
ebenfalls Einsparpotential.
b) Tourismus
auf den Nenner gebracht ist der Tourismus im Landkreis und
in der Stadt weiter rückgängig.
Die FWG sieht neben
dem Erhalt von Arbeitsplätzen und der Ansiedlung von
weiteren Betrieben den Tourismus als zweites Standbein zur
wirtschaftlichen Entwicklung.
Die Ausrichtung eines Tourismuskonzeptes mit allen Beteiligten
ist maßgeblich und sehr sehr wichtig.
Schwerpunkte dieses
Konzeptes müssen die Schönheit unserer Landschaft,
die Reize der Natur, die Gastfreundschaft der Wirte und Menschen
und die kulturelle und geschichtliche Vielfalt unserer Stadt
und der Region sein. Das Prädikat Luftkurort hat uns
bis jetzt nichts gebracht.
Vielleicht bringt uns der Campingplatz positive Signale.
c) Bauplätze
Letztes Jahr haben wir nur einen Bauplatz verkauft. Die Nachfrage
ist gleich null. Wir haben z.B. in March noch 9 Parzellen.
Sind wir vielleicht zu teuer oder liegt es daran, dass es
zu viele Häuser und Eigentumswohnungen gibt und diese
zum Teil leer stehen?
Wie können wir der demographischen Entwicklung entgegen
steuern?
All diese Fragen müssen wir ebenfalls in nächster
Zeit diskutieren und aufgreifen.
d) Stadtplatz
wir sind der Meinung die jetzige Situation ist kein guter
Anblick und Werbung für einen Innenstadtkern.
Ich bin erst kürzlich von Besuchern angesprochen worden,
„wo ist denn hier der Stadtplatz“!!
Diese Aussagen
geben schon zu denken und ich glaube, dass wir in Zukunft
die Attraktivität des Stadtplatzes erhöhen müssen!!
Wir müssen das Thema Stadtplatzumbau erneut aufgreifen
und Weichen stellen!!
Bevor
ich zum Ende komme möchte ich zum Schluss noch die
e) Städtischen Einrichtungen
ansprechen an zwei Beispielen:
Bücherei
Aufgefallen ist mir, dass trotz Änderung der Öffnungszeiten
sich das Defezit im Rechnungsergebnis 2007 um ca. 4ooo Euro
erhöht hat und bei 112040,62 liegt.
Verkehrsüberwachung
Die Einnahmen stehen in keinen Verhältnis zu den tatsächlichen
Ausgaben. Hier haben wir jährlich etwa ein Defezit von
37500 Euro.
Hier müssen wir einen anderen Weg finden um uns diese
Ausgaben zu sparen.
„die FWG Fraktion stimmt dem Haushaltsentwurf und der
Finanzplanung einstimmig zu.“
Zum Schluß
möchte ich mich im Namen meiner Fraktion für die
sehr gute Zusammenarbeit bedanken:
- bei Ihnen Frau Bürgermeisterin,
- bei den beiden Stellvertretern Herrn Treml u. Herrn Weiß,
bei der Stadtverwaltung
und bei allen Kolleginnen und Kollegen des Stadtrates.
Den ausscheidenden
Stadträtinnen und Stadträten wünsche ich alles
Gute, Glück und Gesundheit.
Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!
Rankl Werner
Fraktionssprecher FWG Regen
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