| Regen.
Könnten Fördergelder der Europäischen Union
die Regener Eishalle retten? Um diese Frage ging es bei einem
Ortstermin der Freien Wähler, zu dem Stadtrat Werner
Rankl (im Bild ganz rechts) gestern eingeladen hatte. Rankl
ist der neue Eishallen-Referent im Stadtrat. Und in dieser
Funktion hatte er den Landtagsabgeordneten Alexander Muthmann
(von links), Bürgermeisterin Ilse Oswald, Ex-Stadtrat
Otto Pfeffer und stellv. Landrat Heinrich Schmidt auf dem
Poschetsrieder Glatteis zusammengeholt. Dass man sich mit
der Sanierung der Eishalle um die Aufnahme ins
Förderprogramm Interreg bemühen könnte, diese
Idee stammte von Heinrich Schmidt. Der ist als Vorsitzender
des Naturpark-Vereins derzeit mit einem anderen, millionenschweren
Interreg-Projekt schwer beschäftigt: Dem Umbau des Eisensteiner
Bahnhofs zu einem grenzüberschreitenden Info-Zentrum.
Ähnliches könne doch, so Schmidts Idee, mit der
Eishalle auch gelingen:
Die Stadt Regen sucht sich Partner in Tschechien, stellt mit
ihnen zusammen ein Konzept zur gemeinsamen Nutzung auf die
Beine, überzeugt das Interreg-Vergabegremium - und bekommt
einen beträchtlichen Zuschuss zur Sanierung. Die Idee
fand Muthmann, auch als stellv. Vorsitzender des
Landtagsausschusses für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr
und Technologie, durchaus erfolgversprechend. Auch wenn er
die Erwartungen seiner Partei-Kollegen an "ihren"
Abgeordneten gleich etwas dämpfen musste. "Das ist
keine Aufgabe für eine einzelne politische Gruppierung,
da müssen alle Mandatsträger der Region mit anschieben."
Aus seiner Erfahrung mit dem Eisensteiner Bahnhof gab Schmidt
der Stadtführung gleich ein paar Tipps für den Antrag
mit auf den Weg. Etwa dass man die Nachhaltigkeit einer Hallen-Sanierung
kräftig herausstellen
müsse. Kontakte zu potenziellen Partnern gebe es, sagte
Otto Pfeffer. Vom Hobby-Eisschützen-Verein
aus der Nähe von Budweis, der alljährlich um den
Landtagspräsidenten-Pokal mitschießt, hat Pfeffer
schon positive Signale bekommen. "Aber so eine Partnerschaft
darf nicht nur auf dem Papier
stehen", warnte Muthmann, "und einfach nur die Halle
baulich sanieren, dafür wird es kein Interreg-Geld geben."
Vielmehr müssten Ideen her, es müsse ein ganz neues
Nutzungskonzept in der grenzübergreifenden Zusammenarbeit
entstehen. Und da halten Pfeffer und Muthmann es für
realistischer, etwa mit Eishockey-Clubs aus der tschechischen
Grenzregion zwischen Klattau und Eisenstein den Kontakt zu
suchen.
Text aus
der PNP (Passauer
Neuen Presse)
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