Bischofsmais.
Der stellvertretende Landrat Heinrich Schmidt ist in der
Versammlung der Kreiswählergruppe der FW-Freie Wähler
Bayern e.V. und der beiden Kreistagsfraktionen der Unabhängigen
(UA) und der Gemeinschaft der Freien Wähler (GFW) am
Montagabend in Bischofsmais als gemeinsamer Kandidat einstimmig
vorgeschlagen worden. Die Nominierung am 20. September ist
nur Formsache.
Schmidt war schon in der ersten Sitzung am 24. August vorgeschlagen
worden, hatte sich aber Bedenkzeit ausbedungen, um eine
Landratskandidatur mit seiner Familie abzuklären. "Das
Amt des Landrats sehe ich als Herausforderung und Aufgabe
zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger im Landkreis
Regen zu wirken. Mir war besonders wichtig, dass dabei meine
Familie hinter mir steht".
In seiner Begrüßung
und Einführung stellte der Kreisvorsitzende Josef Artmann
heraus, dass es ein absoluter Glücksfall sei, dass
Heinrich Schmidt als erfahrener und fachlich bestens qualifizierter
Verwaltungsfachmann zur Wahl antritt. Mit seiner Erfahrung
und seinem Organisationstalent bringe er alles mit, was
man als zukünftiger Landrat brauche. Als Forstmann
und forstlicher Berater der beiden Waldbesitzervereinigungen
im Landkreis habe er sich zielstrebig und erfolgreich für
diese Selbsthilfeeinrichtungen sowie die Land- und Forstwirtschaft
eingesetzt.
Schmidt verfüge
auch über langjährige kommunalpolitische Erfahrung.
Zwölf Jahre war er Stadtrat in Viechtach, davon sechs
Jahre zweiter Bürgermeister. Seit 1996 ist er Mitglied
des Kreistages und Fraktionsvorsitzender der Unabhängigen,
seit 2002 weiterer stellvertretender Landrat.
Als Naturparkvorsitzender
habe Schmidt in den letzten Jahren mit vielen Projekten
positive Zeichen gesetzt. Mit der Sanierung des Grenzbahnhofes
in Bayerisch Eisenstein habe er gezeigt, wie man staatliche
Förderungen und hier besonders EU-Gelder in den Landkreis
holt.
In seinem Statement
stellte Schmidt die kommunalpolitischen Lebensleistungen
von Landrat Heinz Wölfl heraus, betonte aber auch,
dass eine lückenlose Aufklärung der Verdächtigungen
und Gerüchte notwendig sei, um das Vertrauen der Bevölkerung
wiederherzustellen. In diesem Zusammenhang spricht Schmidt
den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Landratsamtes
sein volles Vertrauen aus und nimmt sie ausdrücklich
in Schutz.
"Sollte
ich gewählt werden" so Schmidt, "werde ich
natürlich die laufenden Maßnahmen zur Entwicklung
des Landkreises weiterführen, aber auch ein paar neue
Akzente in die Landkreispolitik einbringen, z.B. bei der
Erteilung von Baugenehmigungen in Dörfern und Gemeinden.
Wir sollten nicht nur davon reden, junge Familien bei uns
zu behalten oder zur Rückkehr in den Landkreis zu bewegen,
sondern müssen auch bereit sein, ihnen bei der Errichtung
eines bezahlbaren Eigenheims zu helfen. Hierzu sollten alle
gesetzlichen Möglichkeiten in enger Zusammenarbeit
mit den Gemeinden ausgeschöpft werden.
(Veröffentlicht in der PNP)